Die Delegationsgruppe der HAW Hamburg wurde von Prof. Sambe, Director der ESP, und Prof. Thiaw, Projektleiter, herzlich empfangen. Projektmanager Prof. Traore und Projektleiterin Prof. Usbeck stellten das Projekt und seine Ziele vor. Ebenso stellten sich die HAW-Professoren Prof. Gärtner und Prof. Lapke vor und berichteten über ihre Tätigkeiten an der HAW.
”Drei Jahre Zusammenarbeit
Rück- und Ausblick von CO2Free
Empfang & Einführung
Ein zentraler Bestandteil der Delegationsreise waren die Abschlusskonferenzen. In diesen wurde auf die vergangenen drei Jahre der Zusammenarbeit zurückgeblickt und reflektiert.
Abschlusskonferenzen
Rückblick
Im Rückblick zeigte sich, dass das Ziel, die Ausbildung im Bereich der erneuerbaren Energien in Dakar zu stärken, erfolgreich umgesetzt werden konnte. An der ESP, Dakar wurde ein neuer Studiengang etabliert, für den intensiv ein praxisnahes Curriculum entwickelt wurde. Die enge Zusammenarbeit ermöglichte es, vielfältige Erfahrungen und Ideen beider Partnerinstitutionen zusammenzuführen. Die erste Kohorte der Studierenden befindet sich mittlerweile im dritten Semester. Während der Delegationsreise bot sich zudem die Gelegenheit, mit diesen Studierenden in Kontakt zu treten und ihre Eindrücke vom neuen Studiengang zu sammeln.
Gastprofessur aus Senegal
Durch das Projekt wurde ein intensiver Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden gefördert. So verbrachte Fatou Ndiaye, Professorin an der ESP, ein Semester an der HAW Hamburg, wo sie im Department Elektrotechnik lehrte. Im Rahmen der Abschlusskonferenzen berichtete sie von ihren Erfahrungen und ging insbesondere auf Unterschiede zwischen dem deutschen und dem senegalesischen Hochschulsystem sowie in der Lehre ein. Ihre Einblicke bildeten die Grundlage für einen anschließenden gemeinsamen Erfahrungsaustausch.
Studierendenaustausch
Auch die Promotionsstudierenden Emmanuelle Dosseh und Mankeur Ndiaye waren Teil des Austauschprogramms. Sie verbrachten drei Monate an der HAW Hamburg, um neue Impulse für ihre Forschung im Bereich der Wasserstofftechnologie zu gewinnen. Während der Konferenzen berichteten sie über ihre Forschungsprojekte sowie über ihre persönlichen und fachlichen Erfahrungen.
Ebenso hatten die Promotionsstudenten Cheikh Niang Sall und Sidy Mouhamed Samb von der ESP, Dakar die Möglichkeit, einen Aufenthalt an der HAW Hamburg zu absolvieren. Während ihre Aufenthalts haben die beiden ein Praktikum absolviert und an ihren Projekten gearbeitet.
Zudem hatten zahlreiche Studierende der HAW Hamburg die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Masterprojekte in Zusammenarbeit mit der ESP zu forschen. Ein Beispiel hierfür ist Dominique Mahler, die ebenfalls an der Delegationsreise teilnahm. Sie stellte das Masterprojekt ihrer Gruppe im Bereich der Faserverbundstoffe vor, das sowohl im Senegal als auch an der HAW Hamburg durchgeführt wurde.
Besuch eines Solarparks
Ein Highlight der Reise war der Besuch eines großen Solarparks in der Region Thiès. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden einen praxisnahen Einblick in den Betrieb und die technische Umsetzung der Anlage sowie in die Nutzung erneuerbarer Energien im Senegal. Während einer Führung wurde anschaulich erläutert, wie die einzelnen Komponenten zusammenwirken und welche Rolle der Solarpark für die Energieversorgung des Landes spielt. Dabei wurde auch deutlich, wie wichtig die Anpassung technischer Lösungen an lokale Bedingungen ist. Insgesamt vermittelte der Besuch einen eindrucksvollen Einblick in die Umsetzung nachhaltiger Energiegewinnung.
Austausch mit externen Gästen
Während der Delegationsreise empfing das Team CO2Free mehrere externe Gäste. Dazu gehörten Ania Marquez Garcia, die über die Stipendienprogramme des DAAD informierte, sowie Casjen Ohnesorge von der Deutschen Botschaft im Senegal. Außerdem war Hanne Diaw, eine Hamburger Ärztin, die auch im Senegal tätig ist, vor Ort. Sie hat sich das Equipment des Studiengangs Biomedizin angesehen.
Ausblick für zukünftige Zusammenarbeit
In den letzten drei Jahren wurden zahlreiche Ziele erreicht, voneinander gelernt und immer wieder neue Ideen entwickelt. Im Laufe des Projekts fand ein breit gefächerter Austausch in den Bereichen Lehre und Studierendenmobilität statt. Während der Delegationsreise wurde nicht nur ein abschließender Blick auf das Projekt geworfen, sondern auch Ideen für mögliche zukünftige Kooperationen gesammelt.
So bestand unter anderem die Möglichkeit, zukünftig gemeinsame Lehrformate zu entwickeln, beispielsweise in Form von Tutorien. Da bereits zahlreiche Module der beiden Hochschulen miteinander verglichen wurden, stellt die aufgebaute Kooperation hierfür eine gute Grundlage dar. Gemeinsame Lernplattformen wurden diskutiert. Darüber hinaus wurde sich über Auslandssemester sowie gemeinsame Forschungsprojekte ausgetauscht.
Dieses Projekt wird gefördert vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
